SCHULLEITBILD DER MUSIK-NMS AXAMS
Logo Die Musik-NMS hat die Aufgabe, eine grundlegende Allgemeinbildung zu vermitteln, sowie die speziellen musikalischen Interessen, Begabungen und Fähigkeiten zu fördern. Durch den Klassen-, Instrumental- und Ensembleunterricht soll ein selbständiger, weiterführender Umgang mit Musik vermittelt werden. Dabei stehen Handlungsorientiertheit, Aktualität, kulturelle Tradition und Lebensnähe im Mittelpunkt. Durch dieses Angebot wird laut Lehrplan den konzentrations-, leistungsbereitschafts-, kommunikations- und disziplinfördernden Wirkungen von Musik Rechnung getragen. Dabei wird Musik als wesentlicher Bestandteil der Gesamtpersönlichkeit anerkannt.

Förderung des Intellekts
Wie aus verschiedensten Studien (z. B. Langzeitstudie an Berliner Grundschulen von Hans Günther Bastian) hervorgeht, hat Musik weitreichende Auswirkungen auf die Entwicklung des Intellekts. So werden durch aktives Musizieren verschiedenste Gehirnareale gleichzeitig stimuliert, was zu einer besseren Verknüpfung der beiden Gehirnhälften und in weiterer Folge zu einem messbaren Anstieg der intellektuellen Leistungsfähigkeit führt. Erreicht werden kann dies durch handlungsorientierten Musikunterricht, d. h. einen Unterricht, der sich nicht auf theoretisches Wissen oder passives Hören von Musik beschränkt, sondern das musikalische Tun in den Mittelpunkt stellt: Singen, Tanzen, Instrumentalspiel, Improvisation.

Förderung des Körperbewusstseins
Gerade sportlich weniger talentierte oder interessierte Kinder können durch Musik zu einem besseren, bewussteren Körpergefühl gelangen. Die verstärkte Verknüpfung der beiden Gehirnhälften wirkt sich positiv auf Motorik und Balancegefühl aus, rhythmisches Bewegen integriert den Körper in die eigene Erfahrungswelt, was vor allem im durch Sitzen geprägten Schulalltag ausgleichende und emotional stabilisierende Wirkung haben kann.

Förderung der Lebensfreude
In allen bisher durchgeführten Studien hat sich gezeigt, dass erweiterter Musikunterricht große Auswirkungen auf das Lebens- und Weltbild der Kinder hat: Musik wird im ansonsten stark strukturierten Schulbetrieb als Freiraum wahrgenommen, der die Entwicklung und das Einbringen der persönlichen Kreativität und Spontaneität ermöglicht. Schule wird positiver gesehen, wovon alle Bereiche der schulischen Bildung und Erziehung profitieren. Weiters konnte bei Kindern mit vermehrtem Musikunterricht eine erhöhte Resistenz gegenüber Stressfaktoren wie Zeit-, Lärm- und Leistungsdruck festgestellt werden, was darauf zurückzuführen ist, dass Musik die Möglichkeit bietet, eigenen Ängsten, Sorgen oder Freuden Ausdruck zu verleihen und sie damit bewusst in die eigene Erfahrungswelt zu integrieren und einzuordnen. Negative Emotionen, derer man sich bewusst ist, die man artikulieren und richtig einordnen kann verlieren ihren Schrecken, positive werden tiefer und klarer erlebt.

Förderung der Sozialen Kompetenz
Zur Persönlichkeitswerdung der Kinder gehört ganz wesentlich die Fähigkeit zum sozialen Verhalten. Damit ist die Fähigkeit zur Aufnahme von Schüler-Lehrer-Beziehungen, die Einordnung in die Schulklasse als Arbeitsgemeinschaft, die Übernahme einer Rolle als Schüler, die Anerkennung von Regeln und Normen aber auch die Fähigkeit zur Integration von Neuem, Fremdem gemeint. Musik stellt sich hier als geeignetes Mittel dar, diese individuelle Sozialisierung der Schüler, das soziale Klima in der Schule und die Empathiefähigkeit nachhaltig zu verbessern. Dies liegt darin begründet, dass beim Musizieren die Gesamtleistung meist vor der Einzelleistung rangiert, wobei koordinierte Zusammenarbeit, Rücksichtnahme, Initiative und Verantwortung für das Gemeinsame als notwendig und hilfreich erfahren werden.

Entfaltung der Persönlichkeit
Gerade im Alter von 10 bis 15 Jahren befindet sich der Mensch in einer Phase des Umbruchs bzw. "Umbaus": Beinahe alle Gehirnverknüpfungen werden umstrukturiert, der Körper verändert sich, Weltanschauungen und Werte werden in Frage gestellt und neu gesucht. Die Entwicklung, die junge Menschen hier durchlaufen, verläuft in Stufen, durch die der Jugendliche zu einem Selbstkonzept, einer Art internem Modell von sich selbst findet. In dieser Entwicklung spielt Musik eine wesentliche Rolle, denn durch sie werden modellhafte Entwicklungen vollzogen, die auf andere Lebensbereiche übertragbar sind:
  - Im Musikhören werden Gemeinsamkeiten oder Unterschiede im Verhalten Gleichaltriger erfahren, Selbstbewusstsein und Toleranz werden geschult bzw. entwickelt.
  - Beim Musikmachen in der Gruppe werden soziale Verhaltensweisen geübt, die zu späterem sozialverantwortlichem Verhalten führen.
  - Beim Üben eines Instrumentes und beim zurückgezogenen Musizieren wird Durchhaltevermögen gefordert und ein Raum zur Selbstreflexion erfahren.
  - Beim Singen und Spielen werden die eigene Ausdrucksfähigkeit erkannt und das Selbstwertgefühl gestärkt.

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